Sonntag, 14. April 2013

Zur Lage der Nation


Sonntag, 31. März 2013

Persian Archery and Swordmanship

Persian Archery and Swordmanship is one of those books where the author is present but dosn't try to persuade the readers of his own views. In other words Dr. Manouchehr Mashtagh Khorasani presents his
material as it can be found it in the Persian literature and the illustrations therein. As it is mentioned in one of the forewords his book therefore can serve as an introduction for the enthusiast as well as a reference source for researchers.

In 9 chapter Dr. Khorasani describes varous items, that are essential for the Persian martial arts: code of chivalry, archery, mounted combat, spears and lances, swords, maces and axes, knives and daggers, short swords (qame & qaddare) and wrestling.
Compared to contemporary books about historical european martial arts this book is clearly centered on the historical sources, which means, that Dr. Khorasani shows the application of the techiques in photographs, but there is no "didactic" presentation with lessons. The seasoned practitioner of armed martial arts will find lots of clues for his own developement or training nonetheless, especially in the part where Dr. Korasani shows how wrestling techniques can be applied to armed combat for training and war.

Most interesting besides those insights into a fighting system that is as profound and well-developed as its counterparts from Europe and the far East ist the chapter about the code of chivalry, where the tradition of the zurxane (training halls) is described, that survives until today. Here, although most weapon training was removed due to restrictions one still can see the principles of how to prepare the body (and the mind as well) for battle, gaining strenght, flexibility and speed.

There are some small setbacks in this book, as for example a few typos or errors in the layout but the overall quality is very good.

This book is a good supplement for open-minded practitioners of (western) martial arts, who want to widen their horizon, although for practical purposes a shorter, presentation of the material would be even better. It would be a delight to see the experienc of researchers and martial artists from the East and West combined to give the revitalisation of the martial arts of Persia a broader base. There is much to be learned from zurxane, sword-dances and Persian manuscripts and hopefully Dr. Khorasani will be as productive in the future as he is now.

Here is the link where you can buy the book: http://www.moshtaghkhorasani.com/biography/books/persian-archery-and-swordsmanship/

Dienstag, 5. Februar 2013

Bericht vom Freikampfturnier bei den Gladiatores München 02.02.2013

Es waren 24 Teilnehmer u.a. von MSK, Europäische Schwertkunst, den Gladiatores, Schwertkampf Ochs und anderen Gruppen da, daneben eine ganze Handvoll Zuschauer.
Es standen zwei Hallen mit Kampfflächen von je 7 x 7 Metern zur Verfügung, die Vorrundenkämpfe fanden parallel statt, ab dem 8el-Finale nur noch in einer Halle.

Zu Beginn des Turniers wurden die Teilnehmer in die Gruppen A - F eingelost, worauf man darauf geachtet hat, dass gleiche Schulen nicht in der gleichen Gruppe waren. Weiter kamen die 1. und 2. aus jeder
Gruppe, daneben die besten vier Dritten. Danach gab es eine neue Auslosung und die Kämpfe liefen bis zum Finale durch. Für den 3. Platz gab es einen eigenen Kampf. Mit Pausen ging das Ganze von ca. 13 Uhr bis ca. 19 Uhr.

Das Punktesystem sollte möglichst einfach sein und die Kämpfer dazu animieren Doppeltreffer zu vermeiden. Beides hat ziemlich gut hingehauen. Da es für jeden Kampf einen Hauptschiedsrichter gab (im Finale sogar 2) und 4 'Linienrichter' bestand zumindest in der Vorrunde immer Mangel an Kampfrichtern, aber es war kein Problem sich ein Fähnchen zu schnappen und einzuspringen. Obwohl da vorher nichts eingeteilt wurde, hat das reibungslos funktioniert. 2 Linienrichter waren jeweils für einen der beiden Kämpfer zuständig und haben darauf geachtet, wann und wo dieser einen Treffer abbekommen hat. Das hat anfangs zu Verwirrungen geführt, weil die Linienrichter mit den blauen Fähnchen den Arm hoben, wenn der blaue Kämpfer eins abbekommen hat, der Hauptkampfrichter aber "Punkt für rot" sagen musste. Hört sich einfach an, ist es aber nicht ^__^

Treffer auf die Extremitäten gaben einen "Vorteil", d.h. einen halben Punkt, danach wurde aber weitergekämpft. Erst nach zwei Vorteilen oder einem Treffer auf Kopf oder Rumpf wurde der Kampf unterbrochen. Ein Übertreten der Linie galt auch als ganzer Punkt. In der Vorrunde wurde bis 3 Punkte gekämpft, bzw. bis 3 Doppeltreffer, bei denen der Kampf dann unentschieden endete und keiner Punkte bekam. Ist aber so weit ich weiß nur einmal vorgekommen. Je näher es an das Finale ranging, desto mehr Punkte musste man sich holen, wobei die Zahl der erlaubten Doppeltreffer aber gleich blieb.

Der Hauptkampfrichter hat den Kampf nach einem Punkt mit seiner Trillerpfeife unterbrochen, bzw. versucht zu unterbrechen, denn immer wieder waren Kämpfer so sehr in Aktion, dass sie das nicht mitbekommen haben.

Gekämpft wurde mit Fechtfedern oder flexiblen Metallschwertern, wobei die meisten Fechtfedern hatten. Die Kämpfe waren sehr unterschiedlich. Vor allem in der Vorrunde waren ein paar sehr schnell vorbei, im
Finale gabs einen richtigen Krimi, da gings dann nur noch um einen halben Punkt, wobei auch die Doppeltreffer schon ausgereizt waren. Auch vom Niveau waren die Kämpfe sehr unterschiedlich. Ich hab ein
paar wunderschöne Angriffe im Indes gesehen aber auch zwei oder drei üble Gerangel, bzw. "Ich schmeiß dich einfach aus dem Ring"-Aktionen.

Verletzungen gab es meines Wissens keine, die über die üblichen dicken Knöchel, Prellungen und angeritzte Haut hinausgegangen wären. Das Spektakulärste war ein blutiges Kinn nach einem Stich auf die Maske.
Mich hat es am Daumen erwischt, weil ich genau zwischen zwei Polstersegmente meines Handschuhs getroffen wurde.

Insgesamt war die Stimmung sehr gut und das Turnier war explizit als Freundschaftsturnier angekündigt, das dazu dienen soll, weitere Kontakte zu schaffen. Es wurde ein gemeinsames Freikampftraining angeregt, weil es in den meisten Vereinen immer nur ein paar Leute gibt, die gerne Freikampf machen und man sich da schon in- und auswendig kennt.

Zusammengafasst: Schön war's, die Stimmung war super und ich hab wieder einiges gelernt. Wer organisiert das nächste offene Turnier? ^__^

Sonntag, 21. Oktober 2012

Schwerttagung Freiburg 19. / 20.10.2012


Zusammenfassung Schwertsymposium Freiburg 19./20. Oktober 2012

Panel 1

Vom Panel 1 am Freitag ist bei mir nicht viel hängen geblieben, z.T. weil ich mit etwas Verspätung eingetroffen bin und z.T., weil mich die Epoche(n) nicht so sehr interessiert haben.

Aber immerhin hab ich gelernt:
- dass die Schwerter der Griechen von den „Barbaren“ beeinflusst wurden, sich aus den gebogenen Vorbildern aber eigene Formen entwickelten.
- dass man aufpassen sollte, wann man „Damaszierung“ und wann „Musterschweißen“ sagt und dass Schwerter, die einen Kern aus miteinander verdrehten und verschweißten Eisen/Stahltäben nicht gut sind, weil sie so hergestellt wurden, sondern obwohl sie so hergestellt wurden.
- Dass Schwerter immer wieder repariert und umgestaltet wurden und dass man dabei nicht immer zimperlich umgegangen ist.

Den Abschluss des 1. Panels bildete der Vortrag von Roland Warzecha und Ingo Petri über über den Wandel der Form / Funktion vom Spatha zum mittelalterlichen Schwert mit deutlicher Kreuzform.
Sie demonstrierten, dass ein in der Mitte gehaltener flacher Rundschild sich leicht auf die eine oder andere Seite drücken lässt, also nicht dazu verwendet wurde einen Schlag abzufangen, sondern den Gegner mit der Schildkante anzugreifen. Dadurch war das Schild vor einem Angriff immer vorn und die Schwerthand durch den Schild geschützt.
Ein gebogener Schild bot aber mehr Schutz gegen Speere und Pfeile. Er konnte dafür schlecht als Offensivwaffe eingesetzt werden und blieb nah am Körper. Die Schwerthand war also beim Angriff ungeschützt und die Parierstange musste einen Teil der Schutzwirkung des Schwerts übernehmen.
→ Ein Schwert konnte optimal auf seine Verwendung abgestimmt werden.
Es stimmt übrigens nicht, dass Schwerter mit breiter Spitze nicht zum Stechen geeignet sind, sie bleiben nur nicht so schnell in Knochen stecken …


Panel 2

Da soll noch einer sagen Schwertkämpfer wären verrückt. Als erstes hab ich hier gelernt, dass man seinem Bronzeschwert mit vergorenem Eigenurin eine Patina geben kann (wenn man das denn unbedingt will …) und es wurde darüber diskutiert, was es für einen Sinn macht Bronze mit Gold zu Tauschieren, wenn die beiden Materialien poliert die gleiche Farbe haben.
Außerdem standen als „Vogelbarken“ bezeichnete Verzierungen auf unenfelderzeitlichen Vollgriffschwertern auf dem Plan und die Stempelmarken auf Schwertern der Latènezeit. Bei beiden kann man wild über Bedeutungen und Gründe spekulieren.
Danach ging es um die Kultschwerter aus dem Mithraskult, u.a. ein Theaterschwert mit Bügel, dass man sich um die Brust schnallen konnte, so dass es von der Seite aussah als wäre man durchbohrt worden.


Panel 3

Die praktische und symbolische Bedeutung des Schwerts im Bürgerkrieg zwischen Cäsar und Pombeius machte den Anfang von Panel 3. Unter Cäsars Soldaten amüsierte man sich darüber, dass die Soldaten von Pompeius angeblich so eitel seien, also befahl ihnen Cäsar auf die Gesichter der Feinde zu zielen.
Interessant fand ich auch den Vortrag über den Schwerttanz auf mittelalterlichen Bilddenkmälern. In der Germania wird ein Schwerttanz beschrieben, aber der hat wenig Ähnlichkeiten mit den modernen Schwerttänzen. Allerdings ist auch nicht klar, was die Germanen mit ihrem Schwerttanz gemacht haben. Übung? Initiationsritus? Volksbelustigung?
Danach ging es um Beschreibungen von Schwertern in der Fachprosa ihrer Zeit wobei hier noch weniger eindeutige Quellen zur Verfügung stehen als bei den Techniken.
Im Anschluss wurde die Erfolgsgeschichte von Schwert und Buckler vorgestellt, wobei der Buckler mehr oder weniger bis heute im Einsatz ist.
Den Vortrag über die sprachlichen Aspekte in den Fechtbüchern kannte ich schon, aber Matthias Bauer erzählte diesmal nicht nur was über die dialektalen und geheimsprachlichen Eigenheiten sondern plädierte auch dafür sich in der wissenschaftlichen Beschäftigung auf eine korrekte Schreibweise zu einigen.
Den Abschluss des Panels bildete der Vortrag über den Bürger und das Schwert, in der die Fechtkultur der Städte im ausgehenden Mittelalter vorgestellt wurde. Damals waren Fechtschulen so verbreitet wie heute Fussballspiele und jeder Bürger hatte ein Schwert und andere Waffen im Haus.


Panel 4

Hier wurden weitere Fragen aufgeworfen. Z.B. was es bedeutete, dass man wahrscheinlich in der Hallstattzeit auch Frauen mit Schwertern bestattet hatte. Waren die Schwerter ein Attribut der Frau oder desjenigen, der sie betrauerte? Zumindest ist klar geworden, dass die Vorstellung von einem Schwertadel als Vorläufer des Rittertums nicht haltbar ist, da es kaum kleine Kinder gab, die mit hohem Aufwand bestattet wurden. Ergo wurde der Status nicht vererbt, man musste ihn sich erwerben.
Danach wurde die Kulturgeschichte des Schwerttragens vorgestellt und zwar des speziellen Schwerttragens vor einem König. Das war wohl schon immer ambivalent. Einerseits war es ein Ehrendienst, andererseits machte man damit deutlich, dass man sich unter den Herrscher stellte.
Interessant war auch die Entwicklung der mittelalterlichen Rittererhebung, die wahrscheinlich in Flandern mit Schwertumgürtung ihren Anfang nahm und sich dann mit Anleihen an kirchliche Riten weiterentwickelte.
Die Vorstellung meiner Doktorarbeit bildete den Abschluss.

Zusätzlich gab es einen Abendvortrag vom Schmied / Künstler Peter Johnsson, der seine Methode vorstellte, die richtigen Proportionen einen Schwerts zu ermitteln. Dabei bediente er sich eine Quadrats in einem Kreis, der einen Durchmesser hatte, der der Länge des Griffs entsprach. Wenn man in das Quadrat einen weiteren Kreis setzt und immer so weiter kommt man mit ein paar weiteren mathematischen Tricks auf alle Maße des Schwerts von der Länge bis zur Anfangsbreite der Klinge, dem Durchmesser des Knaufs usw.
Gut fand ich, dass Peter immer wieder darauf hingewiesen hat, dass diese Methode zwar für Ihn funktioniert, man aber nicht zu sehr nach Mustern suchen darf, weil man sie sonst bestimmt findet.

Am Sonntag konnte man in einem Dojo selbst aktiv werden, aber ich bin bereits Samstags abgereist.

Das Niveau war durchweg hoch und neben (Nachwuchs)wissenschaftlern aus Philologie, Archäologie, Geschichtswissenschaft usw. waren auch Schmiede, Schwertkämpfer und Sammler anwesend.


Mittwoch, 22. August 2012

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MSK Trainings

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